VfL verschläft Derby-Beginn

Nach der 0:2-Niederlage im Derby beim SSV Jeddeloh wird die Lage für den VfL Oldenburg in der Fußball-Regionalliga immer bedrohlicher.

Durch das sechste sieglose Spiel in Folge belegt die Mannschaft von Trainer Ulf Kliche mit 22 Punkten weiterhin Tabellenplatz elf. Mario Fredehorst und der Ex-VfBer Thomas Celik erzielten auf dem sehr tiefen und nur schwer bespielbaren Platz am Freitagabend die Tore für Jeddeloh.

„Es war kein schönes Fußballspiel, aber Jeddeloh wollte seine Vorteile auf diesem Acker ausnutzen. Sie haben recht körperbetont gespielt, meine Spieler haben aber nach dem 0:1 richtig dagegengehalten“, kommentierte Kliche die seiner Meinung nach katastrophalen Platzverhältnisse. Die waren aber nicht die Hauptursache für die Niederlage der Gäste. Denn Jeddeloh begann das Prestigeduell sehr stürmisch und setzte den VfL sofort unter Druck.

Nach zehn Minuten leisteten sich die Oldenburger zunächst ein unnötiges Foul in der Abwehr. Beim fälligen Freistoß von Bastian Schaffer stimmte dann die Zuordnung nicht, so dass Fredehorst zum 1:0 für die Platzherren traf (11. Minute). „Erst haben wir uns ein dummes Foul geleistet, und dann haben wir in der Abwehr nicht aufgepasst“, ärgerte sich Kliche über den frühen Rückstand.

Danach kam seine Elf aber ins Spiel und drängte die Jeddeloher zurück. Allerdings fehlte den Gästen die Torgefahr. Nur Stefan Rupprecht setzte sich einmal links durch, doch sein Schuss war zu unplatziert (25.). Nach dem Seitenwechsel intensivierte der VfL seine Bemühungen. Philip Nauermann bediente die Außenspieler immer wieder mit langen Diagonalbällen, für gefährliche Strafraumaktionen fehlte aber immer wieder das letzte genaue Zuspiel.

Jeddeloh dagegen hatte einige Chancen, frühzeitig den zweiten Treffer zu erzielen. Julian Bennert traf nach einer zu kurzen Faustabwehr von VfL-Torwart Jannik Zohrabian die Latte (70.), Thomas Celik aus aussichtsreicher Position zweimal nur das Außennetz (71., 77.). Kurz danach sah Sören Harms wegen zwei Fouls innerhalb von zwei Minuten die Gelb-Rote Karte (80.). Er wird dem VfL im nächsten Spiel bei Arminia Hannover am kommenden Sonntag ebenso fehlen wie Julian Kersting, der seine fünfte Gelbe Karte sah.

Mit einem Mann weniger stellte Kliche in der Endphase auf eine Dreierkette um, seine Mannschaft konnte die gute Abwehr der Ammerländer im Schlussspurt aber nicht mehr gefährden. In der Nachspielzeit sorgte Celik dann für den 2:0-Endstand.