Zwei Elfmeter bringen Spelle gegen Jeddeloh um den Lohn

Acht verwandelte Elfmeter von Tabellenführer Jeddeloh in 17 Spielen – davor hatte Trainer Sebastian Röttger seine Fußballer von Oberligist SC Spelle-Venhaus vor dem Duell gegen die Ammerländer gewarnt. Am Ende brachten am Sonntag ausgerechnet zwei Strafstöße die Emsländer um den verdienten Lohn.

Mit 2:3 (1:1) verloren die Speller ihr letztes Punktspiel des Jahres. Torben Stegemann schoss die Gastgeber in der 8. Minute auf Kunstrasen in Führung. Niklas Hoff hatte zuvor eine Flanke von Christoph Ahrens per Direktabnahme auf den Kasten gebracht. Jeddelohs Keeper Dennis Evers konnte die Kugel nicht festhalten und Stegemann staubte kaltschnäuzig ab. Doch zwei Elfmeter brachten die Hausherren ins Hintertreffen. Den ersten verschuldete Spelles Innenverteidiger Patrick Schnettberg, dem der Ball bei der Annahme zu weit vom Fuß sprang. Bei dem Versuch, das Spielgerät vor dem nahenden Gegenspieler wegzuspitzeln, traf Schnettberg einen Jeddeloher. Schiedsrichter Moritz Geweke (SV RW Wohldenberg) zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt. „Die 12. Elfmeterentscheidung in der Saison“, flüchtete sich Röttger an der Seitenlinie in Galgenhumor. Er habe es vorher noch gesagt, echauffierte er sich in Richtung Jeddeloher Bank. Der Ex-Oldenburger Malte Müller schob flach unten rechts zum 1:1 ins Eck (42.).
Diesen Elfmeter könne man geben, gab Spelles Trainer nach dem Schlusspfiff zu. „Der erste war einer.“ Anders sei es dagegen beim zweiten Strafstoß. Es waren erst wenige Sekunden in der zweiten Hälfte gespielt, als Spelles Yannic Suchanke und Julian Bennert bei einem Luftduell heftig zusammenprallten und liegen blieben. Der Unparteiische stand zwei Meter daneben und pfiff sofort erneut Elfmeter. Eine fragwürdige Entscheidung. Müller war es egal, er traf vom Punkt aus zum 1:2 (48.).
Spelle fordert Strafstoß
Als Jeddelohs Torjäger Keven Oltmer acht Minuten vor dem Ende den dritten Gästetreffer erzielte, schien die Partie gelaufen. „Vernünftig zu Ende spielen“, wies Röttger seine Jungs an. Drei Minuten später gelang Steffen Menke nach Querpass des eingewechselten Philipp Elfert am zweiten Pfosten stehend der Anschlusstreffer. Spelle, das Glück bei Kevin Samides Lattentreffer und der tollen Parade von Michael Gellhaus beim Nachschuss hatte, warf alles nach vorne. Mehrfach brannte es lichterloh vor Jeddelohs Tor. Menke und Elpermann kamen im Strafraum zu Fall, aber beide Male blieb die Pfeife stumm. „Wenn er da einen gibt, muss er hier auf einen pfeifen“, ärgerte sich Röttger.
Entsprechend sauer stapfte der 40-Jährige direkt nach dem Anpfiff auf den Schiedsrichter zu, dessen drei Minuten Nachspielzeit der Coach ebenfalls nicht nachvollziehen konnte.

 

Quelle: http://www.fupa.net/berichte/zwei-elfmeter-bringen-spelle-gegen-jeddeloh-um-den-lohn-611029.html